Stabwechsel mit Segenswünschen und Blumenzwiebeln

Den feierlichen Stabwechsel in der Leitung des Leonhard-Kaiser-Hauses hat Dekan Eckhard Herrmann zum Anlass genommen, den geplanten Umbau des Hauses bekannt zu machen. „In einigen Jahren wird hier“, wandte er sich an den neuen Leiter Martin Huber, „ein anderes Haus stehen“. Eines aber solle gleich bleiben, versprach er den vielen Gästen und Mitarbeitenden im Speisesaal des Pflegeheimes, „der Geist, der das Leben und das Zusammenleben in diesem Haus bestimmt“. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Vertraut den neuen Wegen“ und einem Gebet erteilte er zusammen mit Pfarrerin Susanne Kim den Segen.

Damit führten die beiden Geistlichen den neuen Einrichtungsleiter Huber auch formell in das Amt ein, welches er praktisch bereits seit Dezember ausübt. Gleichzeitig entließen sie den bisherigen Leiter, Christoph Ziermann in den Ruhestand. Sie wünschten ihm, wie auch weitere Redner in ihren Grußworten „alles Gute für den neuen Lebensabschnitt“ und dankten für die in zehn Jahren geleistete Arbeit. Einen älteren Mitarbeiter, von „dem ich viel gelernt habe“, einfach loszulassen „ist nicht so einfach“, gestand Diakonie-Chefin Sabine Rückle-Rösner und dankte Ziermann für „deine konstruktive Zusammenarbeit“ mit vielen Blumenzwiebeln „in den Farben der Diakonie“ für den Garten. An Huber gewandt sagte sie, „ich freue mich Sie gewinnen zu können“, die Herauforderung und Verantwortung für eine solche Aufgabe anzunehmen. Das sei angesichts der vielen Regelungen, Vorschriften und Haftungen keine leichte Aufgabe. Mit zum Teil wunderbar launigen Grußworten schlossen sich Franz-Xaver Eckl, stellvertretender Landrat, Helmut Muhr, Bürgermeister von Bogen, sowie Pfarrerin Kim und Dieter Ehlers von der evangelischen Kirchengemeinde den Ausführungen der Vorredner an und wünschten Huber viel Kraft und Mut.

„Ich bin dankbar“, leitete anschließend Ziermann seine Rede mit einem Seneca-Zitat ein, weil die Jahre bei der Diakonie „für mich eine segensreiche und sinnstiftende Zeit gewesen sind!“ An seinen Nachfolger übergab einen selbst gedrechselten Staffelstab, den dieser vergnügt lächelnd annahm. Er sei „angekommen im Haus und bei den Mitarbeitenden“ dankte dieser für eine „Offenheit und Bereitschaft“, wie er sie so bisher nie erlebt habe. Er wolle, wie sein Vorgänger, das Leo-Haus „als ein offenes Haus“ führen und deshalb stünde auch bei „meinem Büro die Tür für alle Mitarbeitende, Bewohner und Angehörige immer offen“.