„Stille Nacht“ mit exotischer Note

Selten haben „Alle Jahre wieder“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ so fremd und vertraut zugleich geklungen, wie auf der Weihnachtsfeier im Tageszentrum der Diakonie Regensburg. Die Besucher im Cafe Insel, dem offenen Treff, hatten sich um Baum und Krippe versammelt, als zwei Musiker, Wolfgang Persitzky und Rainer Stanitzky ihre Instrumente auspackten. Gitarre und Mondlaute. Die traditionelle vietnamesische Laute heißt eigentlich Nguyet, hat zwei Saiten und ist pentatonisch gestimmt. Durch die erhöhten Stege können mittels Druck bis zu vier verschiedene Töne erzeugt werden. Das klingt dann manchmal ein wenig schräg und wie bei den Weihnachtsliedern leicht daneben. Musikalisch hat das der Feier eine besondere, exotische Färbung gegeben, „Stille Nacht“ mit fernöstlicher Note. Die Besucher fanden Gefallen daran und sangen die alten Lieder mit Hingabe mit. Dazwischen lasen Besucher Geschichten von Bräuchen aus dem Bayerischen Wald, knarziges von Toni Lauerer und Besinnliches. Neben traditionellem Weihnachtsgebäck, Punsch und Tee konnten alle Besucher zudem zwischen heißer Gulaschsuppe und saftigem Obatzten wählen. Viele tauschten untereinander kleine Geschenke aus. Bei der Weihnachtsfeier im Cafe Insel finden Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigung Ansprechpartner und müssen in der besonderen Situation nicht alleine zu Hause sitzen.